Leitstellentechnik —
Peripherie-Komponenten von gluIT

Software-Komponenten für Leitstellen im Sicherheitsbereich (BOS: Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei etc.) sind seit jeher unsere Kernkompetenz. Die gluIT Software GmbH ist ursprünglich aus der Peripherie-Entwicklungsgruppe der Kreutler GmbH hervorgegangen, die seit 1989 in diversen Leitstellenprojekten mitgewirkt hat. Die Zusammenarbeit wurde mit der Kreutler-Nachfolgerin CKS Systeme fortgeführt, doch gluIT bietet Know-How und Dienstleistungen herstellerunabhängig für alle interessierten Anbieter von Einsatzleitsystemen.

Aufgabe der von uns entwickelten Module ist es, die Kommunikation zwischen einerseits dem Kern-Einsatzleitsystem, das die Notruf-Annahme, Einsatzmitteldisposition, Ablaufverfolgung sowie Dokumentation der Einsätze realisiert, und andererseits der Außenwelt sicherzustellen. Dies beginnt mit der Steuerung der Telefonanlage, über die der Notruf entgegengenommen wird, setzt sich fort in der Alarmierung der Einsatzkräfte auf der Wache wie auch mobil und geht schließlich bis hin zum Flottenmanagement der Einsatzfahrzeuge. Dabei wird ein für jeden Standort individuelles Repertoire von Kommunikationsmitteln eingesetzt, darunter Telefonie, Sprachaufzeichnung, Lautsprecheranlagen, Anzeigetafeln, Statusmeldesysteme, analoge und digitale Funkalarmierung, Telefax, Sprechfunk und Datenfunk.

Hier möchten wir exemplarisch einige Projekte vorstellen.

Referenzen

gluIT hat seit der Firmengründung 1999 in vielen Leitstellenprojekten im In- und Ausland mitgewirkt, von denen keine zwei identisch sind. Von all diesen Projekten wollen wir hier exemplarisch zwei vorstellen, die aufgrund ihres Umfangs und der verwendeten Technologie Meilensteine unserer Entwicklung waren:

  • Das Feuerwehr-Einsatzlenkungssystem FELS der Feuerwehr Hamburg mehr
  • Die Kantonale Notrufzentrale KNZ des Schweizer Kantons St. Gallen
    (vormals KMA St. Gallen) mehr

Eine Aufstellung weiterer Peripherie-Systeme, für die bereits Kopplungen erstellt wurden, stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

FELS Hamburg

Das Hamburger Feuerwehr-Einsatzlenkungssystem FELS ist eines der größten Feuerwehrleitsysteme in Deutschland. Das Projekt wurde von der Kreutler GmbH Karlsruhe als Generalunternehmer realisiert und ging 1998 in Betrieb. Die Implementierung der Anbindungen zwischen Leitsystem und Peripherie wurde zunächst von der Kreutler-Entwicklungsgruppe Dortmund (EDO) begonnen und nach Gründung der gluIT Software GmbH von dieser fortgeführt, ebenso die Pflege und der bedarfsweise Ausbau des Systems. Die Kopplungen umfassen folgende Aufgaben:

  • Ansteuerung und Integration des Siemens Wachen-Alarmsystems. Dabei werden über ISDN-Strecken bis zu 18 Feuer- und Rettungswachen gleichzeitig angesteuert. Neben der Alarmierung über Ton- und Lichtsignale erfolgt zusätzlich eine automatische Sprachdurchsage mittels der vom Disponenten bei Alarmauslösung besprochenen Voice-Server. Die Steuerung und Synchronisation dieses Systems ist frei konfigurierbar.
  • Integration der Frequentis-Sonderfernsprechanlage (SoFeA) VCS3020
  • Integration der Kreutler Voice-Server ComCall
  • Realisierung eines Störmelde- und Anzeigesystems mit Touch-Screen-Bedienung
  • Anbindung der FMS-Komponente mit GPS-Daten im Zusatztelegramm
  • Ansteuerung von 2 Digitalen Alarmgebern (DAG) von Motorola und Auswertung eines zusätzlichen Prüfmeldeemfängers (PME).
  • Anbindung des Cityruf-Systems
  • Realisierung der Fax-Server
  • Anbindung der Siemens SM88 BMÜAZ-Anlage
  • Anbindung des HELP-Systems (Polizei-Einsatzleitsystem)
  • Erstellung von Simulationen für den Test- und Schulungsbetrieb
Als Schnittstellenrechner garantiert ein Unix-System mit eingebauter Hardware-Redundanz (vollständige Doppelung aller Komponenten) die erforderliche Ausfallsicherheit. Zusätzlich kann über einen weiteren, unabhängigen Rechner bei einem Totalausfall die gesamte Peripherie im Notbetrieb angesteuert werden.

Die Softwareentwicklung für dieses Pojekt erfolgte angelehnt an das V-Modell. Alle Module wurden nach den mit dem Kunden abgeglichen Spezifikationen entwickelt, mit Hilfe von Testspezifikationen geprüft und über das Konfigurationsmanagement der Feuerwehr übergeben. Die externe Qualitätssicherung erfolgte durch das Institut für angewandte Systemtechnik Bremen GmbH (ATB). Dabei wurden u.a. auch die Mitarbeiter der EDO-Gruppe mehreren erfolgreich durchgeführten Audits unterzogen. Aus den Erfahrungen dieses Projektes wurde ein Vorgehensmodell zur Softwareentwicklung erstellt, welches seitdem mit Erfolg auch in anderen Projekten angewandt wurde.

KNZ St. Gallen

Der schweizer Kanton St. Gallen betreibt eine integrierte Melde- und Alarmstelle (Polizei, Feuerwehr und Sanität), die sogenannte Kantonale Notrufzentrale (KNZ). Für diese wurde von der Kreutler GmbH 1998 ein neues Leitsystem realisiert. Die Implementierung der Anbindungen zwischen Leitsystem und Peripherie wurde zunächst von der Kreutler-Entwicklungsgruppe Dortmund (EDO) begonnen und nach Gründung der gluIT Software GmbH von dieser fortgeführt, ebenso die Pflege und der bedarfsweise Ausbau des Systems. Die Kopplungen umfassen folgende Aufgaben:

  • Integration der Vermittlungsanlage Meridian 1 von Northern Telecom. Dazu wurden ein Meridian Link sowie das Softwarepaket CTConnect von Dialogic eingesetzt. Neben der Meridian-Integration in den Leitbetrieb wurden zusätzlich Touchscreen-Bediensysteme an den Disponentenarbeitsplätzen implementiert. Ebenfalls integriert wurde das Sprachaufzeichnungssystem ComGuard von Kreutler.
  • Anbindung einer redundanten Ascotel-Telefonanlage, ebenfalls mit Touchscreen-Bedienung
  • Überwachung der Telefonanlage sowie Störungssignalisierung
  • Integration eines elektronischen Telefonbuchs (ETV der Swisscom); zunächst via X.25, seit 2007 über HTTP/XML
  • Anbindung des Alarmnets über die Ascom-Fremdrechnerschnittstelle (X.25)
  • Ansteuerung des Pagerdienstes Telepage Swiss (TPS) der Swisscom
  • Anbindung des Notrufsystems NIS2000 (Identifikation von Notrufsäulen)
  • Anbindung der Stör- und Rückmeldeschnittstelle des Verkehrslenkungssystems (SRS)
  • Anbindung des Funksystems CS11 (Selektivruf- und Notrufidentifikation)
  • Anbindung des Datenfunks (Datcom TCP-Server, SMS/GSM)

Die hier aufgeführten Peripheriekopplungen wurden mit dem Einsatz eines Windows-Servers für die CTI-Schnittstelle sowie eines Linux-Servers für die restlichen Schnittstellen und die Kopplung zum Leitsystem gelöst. Auch für die Touchscreen-Bedienplätze der Disponenten kommen Linux-Rechner zum Einsatz.

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